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Glasmuseum Hentrich, Museum Kunstpalast Brandenburg [LP 2017-17 a,b]

Pokal mit Flusslandschaft und Segelboot

Pokal mit Flusslandschaft und Segelboot (Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Glasmuseum Hentrich CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Glasmuseum Hentrich / Museum Kunstpalast (CC BY-NC-SA)

Description

Deckelpokal aus farblosem Glas, gewölbter Fuß, facettierter Balusterschaft mit eingestochener Luftblase, konische Kuppa, nicht ursprünglich zugehöriger Deckel. Auf der Wandung umlaufende Flusslandschaft, auf dem Fluss ein Segelboot mit Sporn am Bug, darauf drei Frauen und ein Steuermann, der seine linke Hand erhebt und nach oben blickt. Umlaufende Inschrift: "O Wunder Wunder über Wunder So viel Löcher im Schiff u. geht nicht unter."
Ein Glas mit demselben Motiv und zweideutigem Aphorismus befindet sich ebenfalls als Dauerleihgabe im Glasmuseum Hentrich (Inv. Nr. L 1974-39). Beide Pokale lassen sich formal noch der Potsdamer Manufaktur aus deren letzten Betriebsjahren um 1730 bis 1736 zuschreiben. Der Deckelpokal stammt aus der Glassammlung Helfried Krug. Brigitte Klesse verortet ihn in Band I ihrer Monografie zu dieser Sammlung ebenfalls noch nach Potsdam. Sie hebt den Detailreichtum des geschnittenen Dekors hervor und liefert zum Wortlaut der Inschrift Literaturhinweise. Die Forschung macht hinsichtlich der Zuschreibung jedoch wiedersprüchliche Angaben. Sabine Baumgärtner datiert einen Deckelpokal im Bremer Focke-Museum von nahezu identischer Form deutlich später in die Zeit 1745 bis 1750 (vgl. Baumgärtner, Glaskunst, 1987, Kat. 187, S. 224). Sie identifiziert ihn damit als Produkt der Zechliner Hütte, die ab 1737 edle Gläser für den preußischen Hof fertigte. Tatsächlich könnte die exquisite Vergoldung des Düsseldorfer Glases ebenfalls für die Zechlin als Entstehungsort sprechen. Selbst Robert Schmidt ist hinsichtlich der Zuschreibung dieses Glastyps unentschieden (Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 36.2). Er weist darauf hin, dass man in Zechlin, „wo zum Teil dieselben Arbeiter weiterbeschäftigt wurden, keine großen Umwälzungen in den Glasformen hervorgerufen haben“ wird (Schmidt, Das Glas, 1912, S. 319f.). [Wolf-Horst Röhl, Verena Wasmuth]

Material / Technique

Glas / in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen, geschnitten, poliert, vergoldet

Measurements ...

H. 19,8 cm; Dm. 10,0 cm

Created ...
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Part of ...

Literature ...

Tags

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Created Created
1737 - 1745
Created Created
1730 - 1736
1729 1747

[Last update: 2018/09/21]

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