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Otto Pankok (1893-1966)

1893 geboren am 6. Juni in Saarn bei Mülheim/Ruhr. 1912-14 Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie und der Kunstschule Weimar, zusammen mit Gert Wollheim bei F. Mackensen und A. Egger-Lienz. Ab 1914 Besuch der Académie Russe und Académie de la Grande Chaumière in Paris. 1915-17 Soldat in Nordfrankreich, schwere Verwundung, Lazarettaufenthalt. Ab 1919 zusammen mit Wollheim in Düsseldorf. Mit Unterbrechungen dort ansässig bis 1958. Im Kreis um Mutter Ey Mitarbeit am "Aktivistenbund", "Das Ey", und "Das junge Rheinland". 1921 Heirat mit der Journalistin Hulda Droste. 1926 Beginn der expressiven Kohlebilder, die zum Inbegriff von Pankoks Schaffen werden. 1931-33 Arbeit in der Arbeitslosensiedlung Heinefeld in Düsseldorf, später Zigeunerlager. 1933-35 entstehen zahlreiche Zigeunerbilder und der Passionszyklus. Ab 1936 Hausdruchsuchungen, Polizeiaufsicht, Arbeits- und Ausstellungsverbot; entzieht sich der Behördenaufsicht zeitweilig durch Wohnortwechsel nach Masuren und ins Münsterland. Die "Passion" erscheint als Buch, sofortige Beschlagnahmung. Entfernung seiner Bilder aus Ausstellungen in Mülheim/Ruhr und Bielefeld. 1937 Beschlagnahme von 54 Werken bei der Aktion "Entartete Kunst", später zumeist vernichtet. 1939 versteckt er den Hauptteil seiner Bilder beim Maler Prüßmann in Wamel/Möhnesee; ein Emigrationsversuch in die Schweiz scheitert. 1941-45 in der Eifel. Sein Wohnhaus in Düsseldorf wird zum Treffpunkt vieler Freunde in der Illegalität. 1947-58 Professor an der Düsseldorfer Kusntakademie. 1958 Übersiedlung ins Haus Esselt bei Drevenack; heute Otoo-Pankok-Museum. 1966 gestorben am 20. Oktober in Wesel.